Knieschutz

Als Teil der Persönlichen Schutzausrüstung sind Knieschützer vor allem zu nutzen für Berufe, in denen kniend gearbeitet wird. Die DIN EN 14404 regelt den Knieschutz für Arbeiten in kniender Haltung. Es gilt das nebenstehende Piktogramm. Alle Piktogramme finden Sie in unseren Artikeln Normen für PSA II und Normen für PSA III.

Allgemeines
Knien ist eine unnatürliche Arbeitshaltung. Ohne Knieschutz können unmittelbare Verletzungen durch harte Oberflächen, kleine Steine und ähnliche Gegenstände, die auf dem Untergrund liegen, auftreten. Beim Arbeiten in kniender Haltung entsteht zu dem durch den ständigen Druck auf die Knie das Risiko chronischer Erkrankungen (Schleimbeutelentzündung über der Kniescheibe, Knorpelschäden). Der Knieschutz soll die auftretenden Kräfte gleichmäßig verteilen und Verletzungen oder Schäden verhindern. Vorschädigungen am Kniegelenk, besonders an den Knorpeln, können durch weiteres Knien verschlimmert werden.

Typen und Leistungsstufen
Die DIN EN 14404 unterscheidet 4 Typen und drei Leistungsstufen. Die Typen erläutern welcher Art der Knieschutz ist, ob er lose oder an der Hose befestigt ist, etc. Die Leistungsstufen bieten eine qualifizierte Einordnung. Sie erläutern, welcher Schutz in welcher Situation gegeben ist. Anwendungsbeispiele ergänzen die Erklärungen.

Typen
Typ 1: Knieschutz, der von anderer Kleidung unabhängig ist und am Bein befestigt wird.
Typ 2: Knieschutz-Polster in Taschen an den Hosenbeinen oder ständig an der Hose befestigte Polster
Typ 3: Ausrüstung, die nicht direkt am Körper befestigt wird
Typ 4: Knieschutz, der Teil von Vorrichtungen mit zusätzlichen Funktionen wie z. B. eines Rahmens als Aufstehhilfe ist

Leistungsstufen
Leistungsstufe 0
Knieschutz der Leistungsstufe 0 kommt zum Einsatz, wenn folgende Eckpunkte erfüllt sind:
-    eine ebene Bodenoberfläche vorhanden ist, die frei von jeglichen Gegenständen ist
-    bei Bodenoberflächen vor der Bearbeitung oder Belegung gründlich gereinigt werden (z.B. durch Absaugen) und so sichergestellt ist, dass sich keine Gegenstände mehr auf der Oberfläche befinden, die den Knieschutz durchstechen können
-    und wenn im Zuge der Arbeiten keine Gegenstände erzeugt werden, die den Knieschutz durchstechen können
Tätigkeiten sind: Abschleifen von Parkettböden, Verlegung von Teppichböden, Reinigung von Teppichböden, Verfugearbeiten von Fliesenflächen, Herstellung von dauerelastischen Fugen von Bodenbelägen, Polieren von Oberflächen

Leistungsstufe 1
Knieschutz der Leistungsstufe 1 wird verwendet, wenn folgende Eckpunkte gegeben sind:
-    bei Bodenoberflächen, die Erhebungen aufweisen oder Teile vorhanden sein können, von denen eine Durchstichgefährdung ausgehen kann (z.B. Bewehrungseisen, Dornen, hervorstehende Befestigungsmittel)
-    bei Arbeiten, bei denen das verwendete Material den Knieschutz durchstechen können (z.B. Splitt, Nägel, Schrauben, recycelte Materialien)
-    und wenn im Zuge der Arbeiten Gegenstände erzeugt werden - auch unbeabsichtigt -, die den Knieschutz durchstechen können (z.B. Bruchstücke von Fliesen und bei Abbruch)
Tätigkeiten sind: Verlegung von Pflastersteinen, Verlegung von Fliesen, Verlegung von Holzparkett, Sanierungsarbeiten Estrich- und Betonböden, Verlegung von Dachbahnen, Verputzarbeiten unterer Wandflächen, Verlegearbeiten von Leerrohren auf Filigranplatten, Verlegung von Installationsleitungen auf Betondecken, Verlegung von Nut- und Federschalung, Spanplatten oder ähnlichen Materialien auf Balkenlagen, Gärtnerarbeiten in Beeten und auf Grasflächen

Leistungsstufe 2
Der Knieschutz der Leistungsstufe 2 wird eingesetzt, wenn folgende Umstände gegeben sind:
-    unter schwierigen Bedingungen bei allen Arbeiten in kniender Haltung auf Steinen – gebrochen oder gesprengt
Einsatzgebiete sind: Arbeiten in Bergwerken und Steinbrüchen, Arbeiten im Rohrleitungsbau oder Kanälen, in Gräben, auf steinigem Untergrund oder gebrochenem Material und Arbeiten im Gleisbett.

Fazit
Sind Arbeiten mit wechselnden Bedingungen auszuführen, gilt immer der jeweils höchste Schutzanspruch. Es kommt der Knieschutz mit der höchsten Leistungsstufe zum Einsatz. Das Tragen von Knieschutz kann bestehende Schäden nicht korrigieren, jedoch weitere schädigende Auswirkungen können sich dadurch verlangsamen. Daher ist es wichtig, an dieser Stelle den höchstmöglichen Schutz Ihren Mitarbeiter zu bieten. Welcher Knieschutz für Sie der richtige ist, klären wir in einem Telefonat. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie umfassend.

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